Mieturteil: Hoher Schadenersatz wegen Diskriminierung

Diskriminierung
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Gericht verurteilt Wohnungsunternehmen zu 3.000 Euro Schadensersatz

Das Amtsgericht Charlottenburg hat einen Berliner Großvermieter wegen Diskriminierung zu einem Schadenersatz in Höhe von 3.000 Euro verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass das Unternehmen den Bewerber aufgrund seines Namens benachteiligt hat. Der türkischstämmige Bewerber hatte sich mit seinem Klarnamen über ein Portal auf zwei Wohnungen beworben und per eMail eine Absage erhalten. Für eine Besichtigung wurde er ebenfalls nicht eingeladen. Danach machte er den Test und meldete sich mit "Schäfer". Diesmal wurde er zur Besichtigung eingeladen.
Diskriminierung wegen des türkischen Namens
Das Gericht war der Auffassung, das der Interessent keine Einladung zu einem Besichtigungstermin allein aufgrund seines türkisch klingenden Namens, also aufgrund seiner ethnischen Herkunft erhalten hat, so hieß es in der Urteilsbegründung. Die Vermieterin, ein Großvermieter aus Berlin, konnte mit ihrer Argumentation, dass Bewerber nach dem Zufallsprinzip ausgewählt worden seien, nicht überzeugen.
Urteil: AG Berlin Charlottenburg, AZ: 203 C 31/19 vom 14.01.2020 

Quelle und Urteil: AG Charlottenburg

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